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Constantin Downgrade möglich 15.10.2001
ABN Amro
Die Analysten von ABN Amro überprüfen derzeit, ob sie ihre Empfehlung für Constantin Film (WKN 580080) von derzeit halten weiter zurücknehmen sollten.
Constantin habe seine Schätzung des EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) für dieses Jahr auf 2 - 5 Mio. Euro zurückgenommen, während das ursprüngliche Ziel bei 9 Mio. Euro gelegen habe. Dies sei bereits die zweite Gewinnwarnung im heurigen Jahr, was das Unternehmen damit erkläre, dass einige Filmstarts sich verzögert hätten, wodurch die Anzahl der in diesem Jahr auf den Markt gebrachten Filme von 25 auf 16 geschrumpft sei. Auf Grund des großen Umfangs neuer, bedeutender Filme im 4. Quartal gehen die Analysten davon aus, dass man bei Constantin das Ertragspotential maximieren wolle, indem die Filme erst im Jahr 2002 in die Kinos kämen.
Außerdem habe Constantin mit den in diesem Jahr von dritter Seite gekauften Filmen Verluste produziert, besonders bei jenen, die man auf Grund von Vertriebsvereinbarungen übernehmen habe müssen. Dadurch sei der Erfolg jener Filme wieder zunichte gemacht worden, die Constantin selbst produziert ("Madchen, Mädchen") oder co-produziert ("Der Schuh des Manitu") habe. Constantin habe geäußert, das Unternehmen werde in Zukunft wählerischer bei der Anschaffung von Filmen sein und es werde dazu auch mehr Gelegenheiten geben, da die Konkurrenz anderer Filmvertriebe sich verringert habe.
Constantin habe im 4. Quartal auch eine Sonderabschreibung auf seine im Besitz befindlichen Filme in Höhe von 35 Mio. Euro vor, um sich den amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften nach GAAP anzupassen. Diese Abschreibungen spiegelten die Verkürzung der Amortisationsperiode vom bisherigen Maximum von 20 Jahren auf maximal 10 Jahre wider, sowie die Abschreibung in Produktion befindlicher Filme, die bereits seit mehr als drei Jahren aktiviert würden. Nach Ansichten der Analysten werde diese Neuregelung zu versteckten Reserven führen, da Filme, die älter als 10 Jahre seien, immer noch einen gewissen Wert darstellten, und da die Abschreibung von Entwicklungskosten nicht berücksichtige, wie wahrscheinlich ein positiver Abschluss des Projektes sei.
Außerdem sei die Entscheidung von Constantin, sich den GAAP-Richtlinien zu unterwerfen, eine freiwillige Entscheidung, da sonst nach den weniger strengen IAS Richtlinien bilanziert werde. Gehe man in diesem Jahr von einem EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von 4 Mio. Euro aus, würde dies bedeuten, dass der Gewinn/Aktie nur 0,28 Euro betragen würde. Die Vorhersehbarkeit der Ergebnisse des Jahres 2002 sei gering. Die geplante Anzahl von 25 Filmen scheine nicht optimal zu sein, so dass die Analysten auch für 2002 wieder von einer geringeren Anzahl ausgehen würden. Auf dieser Basis werde man auch die Umsatzprognose entsprechend reduzieren. Auch die bisher geplante EBIT-Marge von 10% scheine auf Grund der bisherigen Zahlen (die Marge habe im letzten Jahr nur 6% betragen) unsicher zu sein.
Aus all diesen Gründen überlegen die Analysten von ABN Amro derzeit ihre Empfehlung für Constantin Film neu, die derzeit "halten" lautet. Sollte der Kurs der Aktie unter 6 Euro sinken, könnte es zu spät sein um zu verkaufen.
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